
Wie Gertrud ihre Kinder lehrt: Pädagogische Briefe über Elementarbildung, Anschauungsunterricht und soziale Bildungsreform
Synopsis
Wie Gertrud ihre Kinder lehrt (1801) entfaltet in der Form pädagogischer Briefe Pestalozzis Programm einer Elementarbildung, die vom sinnlichen Anschauen zur klaren Sprache, zum Zahlbegriff und zur sittlichen Selbsttätigkeit führt. Der Stil verbindet Erfahrungsbericht, systematische Reflexion und polemische Reformschrift; im Kontext der Aufklärung und der nachrevolutionären Schuldebatten antwortet das Werk auf die Frage, wie Bildung zugleich häuslich, sozial und allgemein menschlich begründet werden kann. Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge, Sozialreformer und Schriftsteller, schrieb aus praktischer Not und biographischer Erfahrung: gescheiterte Armenanstalten, die Arbeit mit Waisenkindern in Stans und die Beobachtung mütterlicher Erziehung prägten sein Denken. Seine Suche nach einer menschenbildenden Methode entsprang der Überzeugung, Armut und Unmündigkeit ließen sich nur durch geordnete, liebevolle und elementare Erziehung überwinden. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Grundlagen moderner Pädagogik verstehen wollen. Es ist keine bloße historische Quelle, sondern ein anspruchsvoller Entwurf, der Unterricht, Familie und Gesellschaft zusammendenkt. Wer heutige Bildungsfragen nach Gerechtigkeit, Anschaulichkeit und ganzheitlicher Entwicklung prüft, findet hier einen überraschend aktuellen Klassiker.
Publisher information
- Publisher: Sharp Ink
- ISBN: 9788028346324
- Dimensions: 7 x 152 x 229 mm
- Weight: 187g
- Languages: German