Umkehr Der Sinneshierarchie: Herder Und Die Aufwertung Des Tastsinns Seit Der Frühen Neuzeit
Hardback Published on: 29/06/2000; Language: German
Price: £105.50
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Synopsis
Leiblichkeit spielt in der theoretischen Begründung postmoderner Ãsthetik eine zentrale Rolle. Gesucht wird ein Wahrnehmungssinn, der die durch Rationalität als verloren beklagte unmittelbare und vorbewuÃte SelbstgewiÃheit restituiert. Bei der historischen Bestimmung der eigenen Position bezieht man sich u.a. auf Herders Konzeption des Tastsinns. Herder aber nennt einzelne Tastqualitäten als Gegenstände des Tastsinns und nimmt begriffliche Unterscheidungen zwischen sensus communis, Körper, Tastsinn und Gefühl vor, deren sachliche Unterschiede allerdings schwer zu bestimmen sind. Herders Aufwertung des Tastsinns ist demnach nicht primär durch die Suche nach einem LeibgewiÃheit garantierenden Sinn motiviert. Die Ursachen für diese Aufwertung liegen vielmehr in der frühen Neuzeit; ihrem Nachweis - ein Desiderat in der Forschung - gilt die Untersuchung. Die Suche nach Konstantem an bzw. in der Materie selbst und die Verlagerung der Aufmerksamkeit von der Frage nach der Richtigkeit sinnlicher Wahrnehmung zur subjektiven GewiÃheit führen zur fortschreitenden Abwertung der in der Scholastik als >primärsekundären
Publisher information
- Publisher: De Gruyter
- ISBN: 9783484630222
- Number of pages: 342
- Dimensions: 234 x 156 x 21 mm
- Weight: 658g
- Languages: German
