Oblivionismus: Vergessen und Vergesslichkeit in der modernen Wissenschaft
Synopsis
Vergessen ist ein vielschichtiges Konzept, das unterschiedliche Ph�nomene des Verschwindens, L�schens, Ignorierens, �bergehens, des Verfalls oder Verlierens beschreibt. Jenseits seiner psychologischen oder neurowissenschaftlichen Bedeutung, die auf kognitive Prozesse fokussiert ist, lassen sich Vorg�nge des Wissensverlusts auch im soziokulturellen Zusammenhang feststellen. Auch hier ist mitunter nicht nur metaphorisch von �vergessen� die Rede. Oliver Dimbath entwickelt in seiner Arbeit zum Oblivionismus ein Programm, mit dessen Hilfe Formen und Funktionen des Vergessens in sozialen Kontexten wie Gruppen, Organisationen oder Institutionen untersucht werden k�nnen. Vorgeschlagen wird eine Systematisierung unterschiedlicher Vergessensph�nomene im Zusammenhang mit einer Soziologie des Wissens beziehungsweise des Nichtwissens, die sich auf alle gesellschaftlichen Handlungsfelder �bertragen l�sst. Eine Plausibilisierung seiner �berlegungen nimmt der Verfasser anhand einer vergessenssoziologischen Untersuchung der modernen Wissenschaft auf unterschiedlichen Ebenen der sozialen Strukturierung vor. Dieser institutionalisierte Zusammenhang aus individuellen Handlungen ebenso wie aus sozialen Strukturen ist f�r eine vergessensanalytische Forschung besonders aufschlussreich, da es der Wissenschaft mit ihrem Vorsatz der Wissensvermehrung und -verbesserung in hohem Ma�e um Bewahrung neuer Erkenntnisse und um Anschlussf�higkeit geht. Vergessen �darf� hier eigentlich nicht stattfinden.
Publisher information
- Publisher: Herbert von Halem Verlag
- ISBN: 9783744507448
- Dimensions: 221 x 158 x 24 mm
- Weight: 624g
- Languages: German
