Normsetzung in Der Krise: Zum Gesetzgebungsverstandnis Im Frankreich Der Religionskriege
Synopsis
Auf der Grundlage der zeitgenossischen Debatte uber die Ursachen der inneren Krise der Monarchie bietet diese Untersuchung eine systematische Analyse des Gesetzgebungsverstandnisses im Frankreich der Religionskriege (1562-1629). Im Mittelpunkt der Studie stehen weder die Gesetzesnormen an sich, noch die sozialen Verhaltnisse, die sie zu regulieren beanspruchten, sondern die Bedeutung, die Zeitgenossen dem Erlassen von Gesetzen beimassen, und die Erwartungen, Wert- und Herrschaftsvorstellungen, die sie zur Beurteilung gesetzgeberischen Handelns heranzogen. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage, ob Gesetzgebung ausschliesslich als Mittel zur Bewahrung, Konkretisierung und Verdeutlichung des uberkommenen Rechts oder auch als Instrument der Anderung und Positivierung des Rechts verstanden wurde, unter welchen Bedingungen und bis zu welchem Grade man diese Anderung als legitim erachtete und wodurch sie begrenzt sein sollte. Die Studie vermeidet konsequent die in der alteren Forschung vorherrschende Tendenz, Aussagen der Zeitgenossen von vornherein dichotomischen Grossinterpretamenten zuzuordnen und einem geschlossenen absolutistischen Gesetzgebungs- und Verfassungsverstandnis ein ebenso geschlossenes konstitutionalistisches Verstandnis gegenuberzustellen. Stattdessen werden diese Aussagen als Einschreibungen in ein Netz ahnlicher fruherer Aussagen bzw. weit zuruckreichender Aussage- und Argumentationstraditionen analysiert.
Publisher information
- Publisher: Verlag Vittorio Klostermann
- ISBN: 9783465034544
- Number of pages: 514
- Dimensions: 239 x 159 x 32 mm
- Weight: 8300g
- Languages: German
