
Kirchengeschichte: Von der apostolischen Zeit zur konstantinischen Wende: Quellen, Märtyrer und Macht im frühen Christentum
Synopsis
Die Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea ist die erste umfassende historiographische Darstellung des frühen Christentums, von der apostolischen Zeit bis zum Sieg Konstantins. Sie verbindet Urkundenzitate, Bischofslisten, Märtyrerberichte und theologische Deutung zu einer providentiellen Geschichtserzählung, in der die Bewahrung der wahren Lehre gegen Häresien und Verfolgungen im Mittelpunkt steht. Ihr Stil ist gelehrt, kompilatorisch und apologetisch; im Kontext der spätantiken Geschichtsschreibung begründet sie eine neue kirchliche Erinnerungskultur. Als Bischof von Caesarea, Gelehrter in der Bibliothek des Origenes und Zeitzeuge der diokletianischen Verfolgung wie der konstantinischen Wende besaß Eusebius einzigartigen Zugang zu Quellen, Archiven und politischen Ereignissen. Seine Nähe zum kaiserlichen Hof und sein Interesse an der Einheit der Kirche prägten sein Geschichtsbild: Er schrieb nicht nur als Chronist, sondern als Theologe, der im Aufstieg des Christentums ein Zeichen göttlicher Fügung erkannte. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Entstehung christlicher Institutionen, Kanonbildung, Märtyrerfrömmigkeit und das Verhältnis von Kirche und Imperium verstehen wollen. Trotz seiner parteilichen Perspektive bleibt es eine unverzichtbare Quelle: kritisch gelesen eröffnet es einen seltenen Einblick in die Selbstdeutung einer Religion, die zur historischen Macht wurde.
Publisher information
- Publisher: Copycat
- ISBN: 9788028395100
- Dimensions: 22 x 152 x 229 mm
- Weight: 557g
- Languages: German