
Imaginative Theatralitat: Szenische Verfahren Und Kulturelle Potenziale in Mittelalterlicher Dichtung, Kunst Und Historiographie
Synopsis
Obwohl das Mittelalter die Institution des Theaters nicht kennt, entwickeln mittelalterliche Poesie, Historiographie und Kunst ausserst differenzierte Verfahren der szenischen Darstellung und Perspektivierung. Von besonderem Interesse ist dabei das Spannungsverhaltnis zwischen einer "theatralen" Ebene, die im literarischen oder bildnerischen Kunstwerk immer schon angelegt (also "vertextet" oder "verbildlicht") ist, und der eminent auf Reprasentation, Prasenz und Performanz bezogenen mittelalterlichen Rezeptionskultur. Unter dem Leitbegriff der "Imaginativen Theatralitat" untersuchen die 21 Beitrage des Bandes historisch spezifische Konfigurationen in der mittelalterlichen Lyrik, Epik und Geschichtsschreibung sowie im medialen Interferenzraum, den Handschriften, aber auch Skulpturenensembles und Wandmalereien eroffnen. Die asthetische Ambivalenz, die die kunstlerischen Ausdrucksformen imaginativ erzeugen, scheint Potentiale der kulturellen Dynamisierung freizugeben.
Publisher information
- Publisher: Universitatsverlag Winter Gmbh Heidelberg
- ISBN: 9783825362331
- Number of pages: 489
- Dimensions: 234 x 154 mm
- Weight: 839g
- Languages: German