Im Kontext Verscharfter Angriffe Auf Die Kirche: Kurt Grunbaum Und Der Geldumtauschprozess 1957/58
Synopsis
Obwohl die SED-Regierung im Juni 1953 ihre Kampfmassnahmen ruckgangig gemacht hatte, setzte sie ab 1954 mit konzertierten Aktionen zu neuem Kampf gegen die Kirchen an. Die Einfuhrung der Jugendweihe, die Beschneidung von Finanzleistungen, Prozesse gegen Studentenpfarrer und die Agitation gegen die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland fuhrten zu einer Einschnurung kirchlichen Handelns. Der ideologische Kampf forderte die Kirchen zu scharfen Erwiderungen heraus. Gleichzeitig fuhrte die antikirchliche Wirtschaftspolitik in den Jahren 1954-1958 zu einer finanziellen Notsituation der Kirche. Die Ubermittlung westlicher Hilfsgelder war riskant. 1957 wurde der Magdeburger Konsistorialprasident Kurt Grunbaum (1892-1982), einer der profiliertesten Kirchenjuristen des 20. Jahrhunderts, zusammen mit Finanzdezernent OKR Dr. Siegfried Klewitz, verhaftet, weil sie westdeutsche Geldmittel heimlich eingeschleust hatten. Grunbaum hat durch Jahrzehnte auf verschiedenen Ebenen darum gestritten, dass die DDR-Regierung die kirchenpolitischen Zusagen der Verfassung von 1949 wieder einhalte. Sein unerschrockener Einsatz fur die Kirchen in der DDR wird biographisch dargestellt.
Publisher information
- Publisher: Evangelische Verlagsanstalt
- ISBN: 9783374026845
- Number of pages: 312
- Dimensions: 217 x 147 x 23 mm
- Weight: 431g
- Languages: German
