Geld an der Grenze: Souver�nit�t und Wertma�st�be im Zeitalter des Imperialismus 1871-1923
Synopsis
�Geld, so will es eine eingeschliffene Vorstellung, ist ein gro�er Gleichmacher, es bringt Ungleichartiges auf denselben Nenner, es ebnet ein, es fungiert als allgemeines �quivalent.� Aber was geschieht, wenn wir Geld anders betrachten, n�mlich als Medium von Konflikten? In seiner umfassenden Studie historisiert Mischa Suter die politischen Funktionen des Geldes und wirft Schlaglichter auf markante Konstellationen im Kapitalismus um 1900: auf den Diskurs um den Wucher in den 1870er-Jahren im Habsburger Reich und in Deutschland, der zum Katalysator f�r einen neuartigen politischen Antisemitismus wurde; auf die imperialen Auseinandersetzungen um die Einf�hrung des Goldstandards Ende des 19. Jahrhunderts; auf die von Stra�enprotesten begleitete W�hrungsstabilisierung in der gro�en Inflation nach dem Ersten Weltkrieg - und darauf, wie die Einf�hrung einer Bargeld�konomie in den deutschen Kolonien die Grundlage f�r die rassistische Herrschaft stellte. Mischa Suter macht anschaulich, inwiefern in der Definition von Werten immer auch Fragen der Gesellschaftsordnung mitschwingen - und formuliert heute, da wir an der Schwelle zu einem neuen monet�ren Zeitalter stehen, dringende Fragen: War das Geld zu jeder Zeit neutral, einheitlich und fungibel? War es tats�chlich je das Mittel, das Werte transparent machen konnte?
Publisher information
- Publisher: Matthes & Seitz Berlin
- ISBN: 9783751820271
- Dimensions: 34 x 149 x 219 mm
- Weight: 602g
- Languages: German
