›Furor Satiricus‹: Verhandlungen Über Literarische Aggression Im 17. Und 18. Jahrhundert
Hardback Published on: 15/10/2002; Language: German
Price: £119.50
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Synopsis
Aggressive Schreibweisen - Polemik, Invektive, vor allem aber âSatire" - sind seit der Antike einem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, der letztlich im Tabu der Kultur über Gewalt wurzelt. Die vorliegende Arbeit versteht Theoriebildung und Praxis âsatirischen" Schreibens als Resultate einer produktiven Kraft dieses Aggressionstabus, die ein - über zwei Jahrhunderte verfolgtes - kulturelles Verhandlungsgeschehen in Gang setzt. Sie nimmt damit einen methodologischen Leitbegriff beim Wort, den das literaturgeschichtliche Denken des New Historicism eingeführt hat: Grenzen und Lizenzen âsatirischen" Schreibens gilt es im (oft kontroversen) Dialog mit gesellschaftlichen Mächten erst auszuhandeln. In einer Reihe von âKorrelationsgeschichten" wird den vielfältigen Verknüpfungen literarischer, poetologischer und auÃerliterarischer Diskurse und Praktiken auf Schauplätzen nachgegangen, auf denen sonst einander fremde Instanzen im symbolischen Haushalt der Kultur miteinander kommunizieren: Literatur und Poetik mit dem Recht, der Medizin, der Pädagogik, der âPsychologie" und der Theologie ihrer Zeit. Die âextensiven" Rekonstruktionen werden durch drei intensive Analysen literarischer Texte abgerundet, die solche Verhandlungen in sich selbst austragen und zugleich deren UnabschlieÃbarkeit dokumentieren: Christian Thomasius' »Ostergedancken&« (1695), ein Stück aus Bodmer/Breitingers »Mahler der Sitten&« (1746) und Theodor Haeckers »Dialog über die Satire&« (1927).
Publisher information
- Publisher: De Gruyter
- ISBN: 9783484181663
- Number of pages: 439
- Dimensions: 234 x 156 x 25 mm
- Weight: 794g
- Languages: German
