
Ein Staat Kann Nicht Nur Gute Burger Haben, Er Muss Auch Mit Den Schlechten Fertig Werden: Die Politische Aberkennung Des Burgerrechts. Behordliche Diskurse, Praktiken Und Individuelle Erfahrungen in Den 1940Er-Jahren Unter Besonderer Berucksichtigung Des Weiblichen Schweizer Burgerrechts
Synopsis
Ausburgerung als staatliche Massnahme der politischen Sauberung gilt gemeinhin als ein Instrument diktatorischer Staaten. Doch auch in Demokratien wurden und werden Ausburgerungen vollzogen. Die vorliegende Arbeit thematisiert den in der Schweiz wahrend und nach dem Zweiten Weltkrieg praktizierten Entzug des Burgerrechts, der durch zwei Bundesratsbeschlusse moglich wurde. Sie fragt nach Voraussetzungen, Genese, Motivation, praktischer Umsetzung sowie Folgen auf verschiedenen Ebenen. Der Akt des Entzugs macht die Bedeutung des Burgerrechts sichtbar und zeigt, dass neben den festen Strukturen, innerhalb derer der Prozess einer Ausburgerung ablauft, die Wahrnehmung und Interpretation dessen, was das Burgerrecht ausmacht, immer stark vom kulturellen Kontext gepragt und damit einem Wandel unterworfen wird.
Publisher information
- Publisher: Librum Publishers & Editors
- ISBN: 9783952454275
- Number of pages: 280
- Weight: 498g
- Languages: German