Ein Reich Ohne Konig?: Akzeptanz, Deutung Und Reprasentation Koniglicher Herrschaft Im Regnum Italicum Zwischen Dem 11. Und 12. Jahrhundert
Synopsis
Im spaten 11. und fruhen 12. Jahrhundert erlebte die Stellung des romisch-deutschen Konigs im 'regnum Italicum' eine tiefgreifende Transformation: Nachdem bereits unter den Ottonen die wirtschaftlichen Grundlagen der Konigsherrschaft geschrumpft waren, kam es in der spaten Salierzeit zu einer vielschichtigen Entfremdung zwischen Konig und italienischen Eliten, die sich unter anderem in der abnehmenden Beteiligung des Herrschers an der Besetzung kirchlicher Amter manifestierte. Das Reichsoberhaupt war nicht nur im physischen, sondern auch im politischen Sinne abwesend. Dennoch stellten Konig und konigliche Autoritat selbst fur die Akteure, die gegen sie kampften oder immer seltener mit ihnen interagierten, keineswegs entbehrliche Instanzen dar. So wurde die 'Krise' zu einer Gelegenheit fur die Erneuerung der koniglichen Herrschaft, die letztlich auch im Interesse der neuen aufsteigenden Krafte war, welche eines legitimierenden politisch-institutionellen Rahmens bedurften. Im Zentrum der Monografie Ein Reich ohne Konig? steht die Frage nach Akzeptanz, Deutung und Reprasentation koniglicher Autoritat fur die politisch relevanten Krafte des 'regnum Italicum' in dieser Umbruchszeit. Die Studie macht deutlich, wie in einer krisenhaften Epoche die bewusste Inanspruchnahme des Herrschers durch lokale Akteure stets neue Rahmen fur das politische Handeln der Konige hervorbrachte und wie der soziale Wandel mit neuen Funktionszuschreibungen und Akzeptanzbedingungen einherging.
Publisher information
- Publisher: Harrassowitz
- ISBN: 9783447122740
- Number of pages: 666
- Weight: 1111g
- Languages: German
