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Synopsis

Gibt es allgemeingultige Phanomene, die Menschen, unabhangig von der Zeit, in der sie geschehen, als Krise wahrnehmen und empfinden? Die interdisziplinare Studie gelangt durch die Analyse von aussagekraftigen Fallbeispielen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit zu einer Differenzierung des Krisenbegriffs und somit auch zu einem besseren Verstandnis historischer Prozesse und Strukturen. Sie macht deutlich, dass selbst in - aus heutiger Sicht - bestimmten Krisenzeiten die zeitgenossische Wahrnehmung keineswegs einhellig war. Sallust etwa sah die ausgehende romische Republik als Zeit des unaufhaltsamen Niedergangs. Am Ende des Dreissigjahrigen Krieges bewegte die Menschen nicht nur der Gedanke an Tod und Verfall, sondern vor allem die Freude uber den Frieden, der nur durch gottgefalliges Verhalten zu erhalten sei. Uber die Jahrhunderte hinweg scheint den Betrachtern die Wahrnehmung eines Defizits im Wertesystem gemeinsam zu sein.

Publisher information

  • Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
  • ISBN: 9783412145064
  • Number of pages: 369
  • Dimensions: 240 x 165 x 32 mm
  • Weight: 752g
  • Languages: German