Die religi�sen Bewegungen im Italien des 16. Jahrhunderts
Synopsis
In Italien, dem klassischen Land der humanistischen Bewegung, kam es im 15./16. Jahrhundert zu zahlreichen religi�s-spirituellen Neuaufbr�chen, von denen Einzelpers�nlichkeiten oder ganze Gruppen und Zirkel erfasst waren. Dabei waren vielfach Ideen des Humanismus lebendig, so etwa die Forderung einer Neuorientierung des kirchlichen Lebens an den urspr�nglichen Quellen des Christentums, vor allem der Heiligen Schrift. Bei den neuen religi�sen Bewegungen gab es unterschiedliche Ausformungen. Manche der Neuaufbr�che m�ndeten in die Gr�ndung neuer Orden ein. Bei vielen dieser Pers�nlichkeiteN, vor allem den sogenannten "Spirituali", findet sich eine Abneigung gegen ein sogenanntes "Werkchristentum" und die �berzeugung, der Mensch werde durch den Glauben gerechtfertigt und nicht durch seine Leistungen. Darin finden sich Gemeinsamkeiten mit einzelnen theologischen Ideen der Reformatoren. Die Inquisition schritt gegen eine Reihe dieser Pers�nlichkeiten ein. Versuche, eine vom Augustinismus inspirierte Theologie in das Rechfertigungsdekret des Trienter Konzils einzubringen, hatten keinen Erfolg. Es setzte sich in der Folgezeit eine auf strikte Abgrenzung gegen�ber den Reformatoren ausgerichtete Theologie durch, die wertvolle Impulse des sogenannten Bibelhumanismus nicht zum Zug kommen lie�. Einem auf Abgrenzung bedachten Konfessionalismus geh�rte auf beiden Seiten, der reformatorischen und der katholischen, die Zukunft.
Publisher information
- Publisher: Aschendorff Verlag
- ISBN: 9783402029848
- Weight: 154g
- Languages: German
