Die Professionalisierung Des Arztlichen Standes Im 'Dritten Reich' 1933 - 1945
Synopsis
Dieser vorliegende Band befasst sich mit dem Thema "Die Professionalisierung des arztlichen Standes im "Dritten Reich" 1933 - 1945" und der interessanten Frage, welchen Einfluss die Gesetzgebung aus dieser Zeit auf die Entwicklung des Arztrechts in Deutschland hatte. Die Reichsarzteordnung (1935), die Berufsordnung fur die deutschen Arzte (1937), das Heilpraktikergesetz (1939) und das Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens (1934) entstanden in nur sechs Jahren. Die Reichsarzteordnung schuf erstmalig mit der Reichsarztekammer eine reichseinheitliche Standesvertretung, die die arztliche Berufsausubung unter staatlichen Schutz stellte. Darum hatten sich die deutschen Arzte zuvor uber Jahrzehnte vergeblich bemuht. Auf Grundlage einer Ermachtigungsnorm konnten die Rechte und Pflichten der Arzte zur Berufsausubung in einer einheitlichen Berufsordnung geregelt werden. Das Heilpraktikergesetz hob die bis dahin geltende Kurierfreiheit zugunsten eines Behandlungsmonopols fur die deutschen Arzte auf. Der Beruf des konkurrierenden Heilpraktikers sollte damit aussterben. Das Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens fuhrte mit der Errichtung von uber 700 Gesundheitsamtern im Deutschen Reich zu einem Bedeutungsgewinn des offentlichen Gesundheitswesens und sicherte das Uberleben des Berufsstandes der Amtsarzte. Im Gegenzug hatten die deutschen Arzte im staatlichen Auftrag inhumane Aufgaben der Rassenhygiene zu ubernehmen. Bei massenhaften Zwangssterilisationen unschuldiger Menschen und den Euthanasieprogrammen unter arztlicher Beteiligung bestand kein freier Berufsstand der Arzte mehr.
Publisher information
- Publisher: Logos Verlag Berlin
- ISBN: 9783832552251
- Number of pages: 184
- Dimensions: 210 x 145 mm
- Weight: 699g
- Languages: German
