Die fremde Reformation: Luthers mystische Wurzeln
Synopsis
WARUM ES DEN THESENANSCHLAG ZU WITTENBERG NICHT GAB - UND ANDERE �BERRASCHUNGEN
Die Reformation gilt als Z�sur, mit der das Mittelalter endet. Volker Leppin zeigt demgegen�ber, dass der junge Luther einer von vielen mystischen Schriftstellern war, und f�hrt uns eine Reformation vor Augen, die viel mittelalterlicher und fremder ist, als es die Meistererz�hlungen von diesem �Umbruch� wahrhaben wollen. Der Thesenanschlag zu Wittenberg, die Urszene der Reformationsgeschichte, hat nicht stattgefunden. Vielmehr hat Luther an diesem Tag ein �Disputationszettelchen� verschickt, so wie es akademischer Brauch war.
Diese und viele andere �berraschende Erkenntnisse lassen sich gewinnen, wenn man Luther konsequent in seinem sp�tmittelalterlichen Umfeld betrachtet. Rechtfertigungslehre und �Priestertum aller Gl�ubigen�, Predigtgottesdienst, Papstkritik und landesherrliches Kirchenregiment � all dies war selbstverst�ndlicher Teil des sp�tmittelalterlichen Spektrums an Positionen und Protesten. Neu war allerdings die Art, wie Luther diese Elemente miteinander verband und von unterschiedlichen Interessengruppen zum Vordenker erhoben wurde. Erst diese Gemengelage f�hrte zur Zuspitzung des Konflikts mit Rom. Vergessen und verdr�ngt wurden dabei Luthers mystische Wurzeln. Volker Leppin ruft sie anschaulich in Erinnerung und gibt Luther den sp�tmittelalterlichen Kontext zur�ck, der ihm von Protestanten wie Katholiken seit Jahrhunderten vorenthalten wird.
Publisher information
- Publisher: Beck
- ISBN: 9783406690815
- Dimensions: 219 x 147 x 20 mm
- Weight: 458g
- Languages: German
