Der Sammelnde Professor: Wissensdinge an Universitaten Des Alten Reichs Im 18. Jahrhundert
Synopsis
Die Entstehung von Sammlungen ist eng mit dem Wandel des Wissenschaftsverstandnisses im Europa der Fruhen Neuzeit verknupft: Neben das traditionelle Bucherwissen traten empirische Methoden, fur die materielle Objekte und wissenschaftliche Instrumente zur Hauptquelle des Wissensgewinns, zu "Wissensdingen", wurden. Im 18. Jahrhundert entstanden in grossem Umfang Professorensammlungen, mit denen neue Lehrmethoden Einzug in die Horsale unterschiedlichster Facher hielten. Universitatseinrichtungen fur die Arbeit mit Wissensdingen - botanische Garten, chemische Labore, anatomische Theater - wurden erweitert und neu eingerichtet. Nicht zuletzt wurden die ersten institutionell an eine Universitat angebundenen Sammlungen und Museen gegrundet, die Wissensdinge zu einem festen Bestandteil der Hochschulen machten.
Die Praktiken, die diesem Wandlungsprozess zugrunde liegen, untersucht Miriam Muller an zahlreichen Beispielen. Eine breite Quellenbasis zu sammelnden Professoren an den Universitaten Gottingen, Halle (Saale), Helmstedt, Leipzig, Erlangen, Tubingen, Freiburg i. Br. und Ingolstadt ermoglicht dabei den vergleichenden Blick auf ein uberregionales, facherubergreifendes Phanomen, das die Wissenschaften bis heute pragt.
Publisher information
- Publisher: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH
- ISBN: 9783515127141
- Number of pages: 268
- Dimensions: 240 x 169 mm
- Weight: 594g
- Languages: German
