
Der Gourmand, der Bourgeois und der Romancier: Die französische Eßkultur in Literatur und Gesellschaft des bürgerlichen Zeitalters. Habil.-Schr., überarb. Fass.
Synopsis
Das 19. Jahrhundert gilt Kulturhistorikern als das goldene Zeitalter der französischen Esskultur. Das gute Essen avanciert in der postrevolutionären Gesellschaft zu einem Lebens- und Wissensbereich, dem nunmehr die doppelte Weihe einer "art" und einer "science", künstlerischer Ästhetik und wissenschaftlicher Ratio verliehen wird. Diese Theoriebildung schlägt sich in einer umfangreichen "littérature gastronomique" nieder und drückt sich auch in der Erzählliteratur der Epoche aus, in der Romanciers wie Balzac, Flaubert, Zola und Maupassant dem modernen Gastromythos in zahlreichen Mahlzeitenbeschreibungen Tribut zollen. Die Kennzeichen dieser modernen Esskultur werden von den Romanciers in z. T. identifikatorischer Haltung, z. T. aber auch in desillusionistischer Sicht abgebildet, indem sie den zeitgenössischen "discours gastronomique" in ihre Werke aufnehmen und in spezifischer Weise weiterentwickeln, so dass die Mahlzeitenbeschreibungen der Erzählliteratur als literarischer Beitrag z ur Diskussion über die französische "gastronomie" gewertet werden können.
Publisher information
- Publisher: Klostermann
- ISBN: 9783465031024
- Dimensions: 262 x 160 x 41 mm
- Weight: 1202g
- Languages: German