Der Finanzier: Aufstieg, Börsenspekulation und Machtgier im Philadelphia des Gilded Age
Synopsis
Theodore Dreisers "Der Finanzier" eröffnet die monumentale "Trilogie der Begierde" und zeichnet den Aufstieg Frank Algernon Cowperwoods nach, eines kalt kalkulierenden Spekulanten im Philadelphia des späten 19. Jahrhunderts. Mit naturalistischer Genauigkeit verbindet der Roman Börsenmechanik, kommunale Korruption, Ehebruch und soziale Ambition zu einem Panorama des amerikanischen Kapitalismus. Dreisers Stil ist breit, analytisch und dokumentarisch; er interessiert sich weniger für moralische Verurteilung als für die Kräfte, die Charaktere formen und treiben. Dreiser, 1871 in Indiana geboren, kannte Armut, journalistische Arbeit und die Härten sozialer Mobilität aus eigener Erfahrung. Sein Blick auf Wirtschaft und Gesellschaft wurde durch den amerikanischen Naturalismus, durch Darwinismus und durch die spektakulären Finanzkarrieren seiner Zeit geprägt. In Cowperwood verarbeitete er deutlich Züge des Unternehmers Charles T. Yerkes, doch zugleich schuf er eine Figur, an der sich Macht, Begehren und moderne Individualität exemplarisch studieren lassen. "Der Finanzier" empfiehlt sich Lesern, die den Roman nicht nur als Handlung, sondern als Diagnose einer Epoche verstehen wollen. Wer an Wirtschafts-, Stadt- und Sittengeschichte interessiert ist, findet hier eine eindringliche literarische Anatomie des Erfolgs. Dreisers Werk bleibt aktuell, weil es zeigt, wie eng persönlicher Ehrgeiz und öffentliche Ordnung miteinander verstrickt sind.
Publisher information
- Publisher: Copycat
- ISBN: 9788028399771
- Dimensions: 18 x 152 x 229 mm
- Weight: 451g
- Languages: German
