Der Einzige und sein Eigentum: Individualanarchismus, Religions- und Staatskritik im junghegelianischen Vormärz

Paperback ; Language: German
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Synopsis

Der Einzige und sein Eigentum, 1844 erschienen, ist eine der radikalsten Schriften der nachhegelschen Philosophie. Stirner entfaltet darin eine polemische Kritik an Religion, Staat, Moral, Gesellschaft und selbst am abstrakten Humanismus Feuerbachs. Sein Stil verbindet aphoristische Zuspitzung, dialektische Wendung und satirische Attacke; im Kontext des Junghegelianismus sprengt das Werk dessen Voraussetzungen, indem es alle "fixen Ideen" dem eigennützigen, leibhaftigen Einzelnen unterordnet. Max Stirner, bürgerlich Johann Caspar Schmidt, bewegte sich im intellektuellen Milieu des Berliner Vormärz und der sogenannten Freien, eines Kreises um Bruno Bauer. Seine Beschäftigung mit Hegel, die Erfahrung politischer Restauration und die zeitgenössischen Debatten über Emanzipation, Atheismus und Sozialismus bilden den Hintergrund dieses Buches. Als Lehrer und Publizist schrieb er aus der Perspektive eines Außenseiters, der jede neue Autorität im Gewand der Befreiung verdächtigte. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Philosophie nicht als beruhigende Lehre, sondern als Zumutung verstehen. Es ist unentbehrlich für das Verständnis von Individualismus, Anarchismus, Ideologiekritik und moderner Subjektivität. Wer bereit ist, Stirners Provokationen historisch genau und begrifflich nüchtern zu lesen, begegnet einem Werk von irritierender Aktualität.

Publisher information

  • Publisher: e-artnow
  • ISBN: 9788027348275
  • Dimensions: 229 x 152 x 11 mm
  • Weight: 284g
  • Languages: German