Das blaue Mal: Kriminalroman aus dem Wien der 1920er über Herkunft, Schuld, Begierde und ein gefährliches Identitätsrätsel
Synopsis
Das blaue Mal entfaltet eine spannungsreiche Erzählung, in der ein scheinbar nebensächliches körperliches Zeichen zum Brennpunkt von Herkunft, Schuld, Begierde und gesellschaftlicher Zuschreibung wird. Bettauer verbindet Elemente des Kriminal- und Sensationsromans mit der sozialdiagnostischen Schärfe der Wiener Moderne: schnelle Szenenwechsel, pointierte Dialoge und ein untrügliches Gespür für Milieu, Moral und öffentliche Meinung prägen den Text. Hinter der unterhaltenden Oberfläche steht eine genaue Beobachtung jener urbanen Welt, in der Identität fragil und Ansehen jederzeit bedroht ist. Hugo Bettauer, 1872 in Baden bei Wien geboren, war Journalist, Vielschreiber und einer der provokantesten Chronisten der Ersten Republik. Seine Erfahrungen als Reporter, Emigrant und kritischer Beobachter bürgerlicher Doppelmoral schärften seinen Blick für soziale Ausgrenzung, Sexualpolitik und die Mechanismen massenmedialer Erregung. Wie in anderen Werken nutzt er populäre Formen, um Fragen von Klasse, Geschlecht, Vorurteil und moderner Großstadtexistenz literarisch zu verhandeln. Empfohlen sei Das blaue Mal Leserinnen und Lesern, die Unterhaltungsliteratur nicht als Gegensatz zu gesellschaftlicher Analyse verstehen. Der Roman bietet historische Atmosphäre, erzählerische Dynamik und einen aufschlussreichen Zugang zu den Konflikten einer Epoche, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen.
Publisher information
- Publisher: e-artnow
- ISBN: 9788027348053
- Dimensions: 229 x 152 x 5 mm
- Weight: 153g
- Languages: German
