�berzeugen: Rhetorik und politische Ethik in der Antike
Synopsis
In diesem Buch geht es um den Beitrag, den die antike Rhetorik zum normativen Selbstverst�ndnis der Polis und zur politischen Ethik ihrer Zeit leistete. Anders als im neuzeitlichen Kontraktualismus gilt f�r die antike Ethik die �berzeugende Rede als einzige Kraft, die bei besonnenem �Gebrauch� individuelles und kollektives Handeln auf gegenseitige Verst�ndigung einzustellen und durch die Begr�ndung einer rechtlichen Ordnung den Naturzustand roher Gewalt zu �berwinden vermag. In Absetzung von der Sophistik profiliert sich die Rhetorik als Alternative insbesondere zur platonischen, jedoch auch zur aristotelischen Philosophie. Der Autor behandelt u.a. die Polis-Ethik des Isokrates, ihre Vorformen bei Solon und Aischylos sowie ihre Parallele bei Xenophon. Herodot, Thukydides und Aristoteles verdeutlichen dar�ber hinaus Problemeihrer �Implementierung� und zeigen, dass ihrer Wirkungsm�glichkeit durchaus auch Grenzen gesetzt sind. Dabei geht es um die sozialen Folgen von Gewalt und �berzeugungskraft, das Verh�ltnis von Verfassungsordnung und Au�enpolitik sowie die Herstellung von �B�rgerfreundschaft � als Voraussetzung einer erfolgreichen Verbindung von Macht und Recht. Dank ihrer Verzahnung von Individual- und Institutionenethik und ihrer Kritik an Versuchen, politische Verh�ltnisse auf der Grundlage eines epistemisch begr�ndeten Gerechtigkeitswissens in der Orientierung an transpolitischen Normen zu gestalten, ist die rhetorisch fundierte Ethik f�r ein modernes Verst�ndnis demokratischer Politik, die auf �ffentliche Rede und eine belastungsf�hige Streitkultur angewiesen ist, von Bedeutung.
Publisher information
- Publisher: Meiner
- ISBN: 9783787334377
- Dimensions: 210 x 130 x 20 mm
- Weight: 400g
- Languages: German
